Tod nach hartem Foul: Spanien trauert um Jesús de Miguel

Der spanische Fußball steht unter Schock. Mit Jesús de Miguel verliert die Szene einen Zweitligastürmer, der den Folgen eines harten Zweikampfs erlegen ist. Die Nachricht hat im ganzen Land tiefe Betroffenheit ausgelöst.
Der Vorfall rückt zugleich einen Mann ins Zentrum, der auf dem Platz für den tragischen Ausgang verantwortlich gemacht wird: Der Torhüter, der den Angreifer damals attackierte, sieht sich seither mit wütenden Schmährufen konfrontiert. Immer wieder ist von „Mörder, Mörder“-Rufen die Rede, die ihm entgegenschlagen.
Die Frage nach der Verantwortung
Damit stellt sich eine heikle Frage, die weit über das Sportliche hinausgeht: Muss der Keeper nun mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen? Ob und wie sich ein Foul auf dem Spielfeld juristisch bewerten lässt, hängt von den Umständen ab, die im Einzelfall geprüft werden müssen. Der Fall zeigt, wie schmal der Grat zwischen einem harten, aber regulären Zweikampf und einer Tat sein kann, die ein Gericht beschäftigt.
Klar ist: Hinter dem Verlust steht ein Mensch, dessen Tod Familie, Mitspieler und Fans gleichermaßen trifft. Die Debatte um Schuld und Verantwortung wird deshalb mit besonderer Sensibilität geführt werden müssen, während der Sport sich zugleich der Frage stellen muss, wie Zweikämpfe künftig noch sicherer gestaltet werden können.
Quelle: www.spiegel.de





